Zu meiner Person und meinem Weg:
Ich bin 1952 geboren
Meine Herkunftsfamilie: meine Eltern waren beide Ärzte. In einer Atmosphäre schlichter Religiosität teilte ich mit meinem Vater die Freude und das Glück, in der Natur und auf dem Rücken von Pferden zu sein. Meine Mutter hat in mir die Liebe für Musik und Schönheit geweckt und gefördert.
Zu meinem beruflichen Werdegang: nach einem Medizinstudium Schwerpunkte im Bereich der Naturheilkunde –vor allem Massage, Heilfasten und Ernährung, bis ich dann bei der Erde selbst als Quelle unserer Nahrung und unseres Seins angekommen bin. Es folgten eine biologisch-dynamische Landwirtschaftslehre und langjährige Tätigkeit auf verschiedenen Demeter-Höfen. 1999 übernahm ich den bislang konventionell bewirtschafteten Hof in Varrel und baute den Frauenhof Kore zusammen mit einigen anderen Frauen auf.
Zu meiner geistig-seelischen Entwicklung: die Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre hat meine Haltung zur Kraft der Frauen geprägt. Mein Weg nach innen wurde viele Jahre vom Meditationszentrum "Weg des Herzens" und Angela Fischer Hamelmann begleitet. Mit meiner landwirtschaftlichen Ausbildung wurde die Demeter-Gemeinschaft, die auf den Lehren Rudolf Steiners –der Anthroposophie- beruht und darin lebt, ein Teil meines Zuhauses. Christine Wankel und das Licht- und Märchenzentrum Vlotho sind mir wichtige Begleiter/innen auf meinem spirituellen Weg, dessen Lehrmeister/innen heute hauptsächlich die Tiere, Wesen, dieser ganze Hof darstellen. Mein spiritueller Weg ist "mein Weg durch den Kuhstall".
Meine innere Motivation zu diesem Hof: die Sehnsucht danach, meinen innerlich gefühlten Weg in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft zu gehen, weitestgehend ungestört von anderen Wegen und in der ganzen Verantwortung, hat mich zu diesem Hof geführt. Der Hof soll von Frauen geführt werden, und in und neben der Landwirtschaft soll Raum sein für kreatives Gestalten und Schönheit. Es steckt mein Herzenswunsch dahinter nach einer Gemeinschaft von Mensch, Tier, der Erde und den Himmelsbildern. Eine Gemeinschaft, die gründet auf gegenseitiger Achtung, Beachtung und liebevollem Interesse.
Was ich erlebe: Jedes Feld, das Haus, der Stall, Mutter Erde, das Hofwesen, die Engel, die einzelnen Tiere –Kühe, Rinder Schweine, Katzen- erlebe ich als eigene Wesen. Jedes ist wichtig und schön. Sie alle sind aktiv am Aufbau und der Gestaltung der Hof-Individualität beteiligt. Zwischen uns ist eine Freundschaft und große Vertrautheit entstanden, die langsam wächst, und ein Zusammengehörigkeitsgefühl, welches uns durch Dick und Dünn gehen lässt. Das erfüllt mich immer wieder von Neuem mit Freude und Dankbarkeit, begeistert mich und hilft mir, so manche Krisen –inhaltliche und finanzielle- durchzustehen.
Meine Aufgabe auf dem Hof in Bezug auf die Landwirtschaft sehe ich darin, den Kontakt zu allen Wesen zu suchen: sie wahrzunehmen, ihre Wünsche und Botschaften, Fähigkeiten und Grenzen. Es liegt an mir, all die erfahrenen Aspekte zusammen zu führen zu einem Ganzen: ein Mandala, Entscheidungen zu treffen, diese in bäuerliche Taten umzusetzen und die Menschen, Tiere und Felder zu bewirten, auf dass alle –einschließlich mir selber- bestmöglich versorgt sind.
Das Tor nach Draußen und Drinnen zu uns/zu Euch: Im Alltag und/oder mit unseren Angeboten möchte ich andere interessierte Menschen teilhaben lassen an der Welt des Hofes. In diese Welt einzutauchen, kann wohltuend sein für die Menschen und auch für die Wesen: es bedeutet gegenseitige Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung und führt –so erlebe und hoffe ich- Schritt für Schritt zu einem besseren Verständnis und letztlich Miteinander.